Die Dentalhygienikerin

Spezialistin für Ihre Zähne!

Der Beruf der Dentalhygienikerin erlangt immer mehr Anerkennung in der heutigen Zahnmedizin. Die moderne Zahnarztpraxis benötigt eine selbstständig laufende Prophylaxeabteilung um möglichst früh präventive Maßnahmen einleiten zu können. Die Kerntätigkeit einer Dentalhygienikerin liegt in der Therapie von Zahnbett- und Zahnfleischerkrankungen (Parodontologie), der Erhaltungstherapie und Nachsorge. Diese Leistungen werden vom leitenden Zahnarzt an die Dentalhygienikerin delegiert. Nun kann sich der Zahnarzt anderen Schwerpunkten der Behandlung widmen und  wird entlastet. Die DH hilft somit ein ganzheitliches Behandlungskonzept zu fördern. Der Bereich der geschlossenen Parodontitistherapie, Vor- und Nachsorge sowie Erhaltung der erreichten Behandlungserfolge liegen somit in dem Verantwortungsbereich der Dentalhygienikerin in enger Zusammenarbeit mit den Zahnärzten.

Weitere Aufgaben einer DH sind:

  • Ernährungsberatungen und Analysen
  • Unterstützung und Hilfestellung bei Mundhygienedefiziten
  • Aufklärung über  verschiedene Schädigungen an Zahnhartgeweben und Weichgeweben
  • Professionelle Zahnreinigungen
  • Maßgeschneiderte Prophylaxeprogramme bei hohem Karies- oder Parodontitisrisiko
  • Befunderhebung mit Schwerpunkt auf Prävention und Parodontitis
  • Erstellen und etablieren von Recall-Konzepten in der Praxis
  • Erfolgsorientierte Patientenführung unter betriebswirtschaftlichen Aspekten
  • Qualitätskontrollen und In-House-Fortbildungen von Mitarbeitern
  • Schulungen von Pflegepersonal in Behinderten- und Pflegeheimen

Die Aufstiegsfortbildung zur Dentalhygienikerin umfasst:

  • eine dreijährige Ausbildung zur zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA)
  • eine mindestens 130 stündige Fortbildung zur Prophylaxehelferin
  • einer Fachspezialisierung zur zahnmedizinischen Prophylaxeassistentin (ZMP) mit mindestens 400 Unterrichtsstunden
  • Aktueller Kenntnisnachweis nach § 23 Ziffer 4 der Röntgen-
  • verordnung, bzw. Nachweis der Röntgenaktualisierung
  • Aktueller Kursnachweis für Maßnahmen im Notfall (Erste Hilfe Kurs mit mind. 16 Stunden)
  • nach bestandener Eignungsprüfung die letzte Aufstiegsfortbildung zur Dentalhygienikerin mit mindestens 800 Unterrichtsstunden

Parodontitis und Karies – Ursache und Folgen

Durch eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung (Prophylaxe) können Ihre Zähne ein Lebenslang gesund erhalten werden. In unterputzten Gebissabschnitten und sogenannten Retentionsnieschen lagert sich der Biofilm, die Plaque, ab. Dieser besteht aus einem gut organisierten Geflecht verschiedenster Bakterienarten, die nur in diesem Zusammenschluss Krankheiten auslösen können. Karies und Parodontitis werden durch diese Beläge verursacht. Bei einer regelmäßigen professionellen Reinigung  durch fortgebildete Dentalhygienikerinnen lassen sich so diese Risikofaktoren auf ein Minimum reduzieren, bereits entstandene Gewebeschädigungen wieder in den gesunden Zustand zurückführen und das Knochenniveau im momentanen Zustand gehalten.

Durch die hervorragende Arbeit fortgebildeter Mitarbeiter und der Tatsache das die Prophylaxe immer mehr in den Mittelpunkt der präventiven Zahnmedizin gerückt wird, können Zähne im Vergleich zu Früher viel länger in der Mundhöhle erhalten werden. Folglich steigt das Risiko der Parodontitis und durch den altersbedingten Zahnfleischrückgang das freiliegen der Zahnhälse und dadurch das steigende Risiko einer Karies an Wurzeloberflächen an. Wurzeloberflächen sind zehnmal kariesaktiver als der Zahnschmelz.

Dentalhygienikerin bei der Arbeit

Dentalhygienikerin bei der Arbeit

Die Entstehung einer Parodontitis wird aber nicht nur durch die Mundhygiene und den dadurch angesiedelten Bakterienstämmen begünstigt -  Das Immunsystem, genetische Faktoren, Stress, Lebenseinstellung und der Konsum von Tabakwaren erhöhen das Risiko enorm. Es gibt also zahlreiche Faktoren die durch den Patienten selbst nicht beeinflusst werden können. Umso wichtiger ist also die Berücksichtigung und Optimierung der Faktoren die entscheidend für die Gesundheit oder das Auslösen der Erkrankung sind.

Die Dentalhygienikerin ist die Spezialistin für parodontale Erkrankungen, Kariesrisikominimierung und der beste Coach um ihre Zähne ein lebenslang gesund zu erhalten. Sie kann ihr individuelles Risiko bestimmen und ein maßgeschneidertes Therapiekonzept erarbeiten.

Parodontitis und Allgemeinerkrankungen im Zusammenhang

Parodontitis, die Entzündung des gesamten Zahnhalteapparats, die letztendlich den Zahnverlust zufolge hat, beeinflusst auch viele Allgemeinerkrankungen. So erhöht sich beispielsweise das Risiko auf Frühgeburten, Schlaganfälle und Herzinfarkte. Ein Diabetes mellitus lässt sich bei einer unbehandelten Parodontitiserkrankung schlechter einstellen – gleichzeitig wurde beobachtet das das Risiko einer Erkrankung an Diabetes im engen Zusammenhang mit einer unbehandelten Parodontitis steht.

Auch bei Senioren mit unbehandelter Parodontitis und die durch Aspiration eingeatmeten Bakterien kann die geschwächte Immunabwehr zu einer Lungenentzündung führen.

Ästhetik

Im Rahmen einer Prophylaxe-Sitzung werden aber auch kosmetische Aspekte nicht außer Acht gelassen – Verfärbungen durch Nikotin, Kaffee, Tee aber auch durch Medikamenteneinnahme können behandelt werden.

Prophylaxe-Programme

Die Professionelle Zahnreinigung hat sich zum Ziel gesetzt Zähne und Zahnfleisch gesund zu erhalten. Durch individuell angepasste Vorsorgeprogramme wird ihr Karies- und Parodontitisrisiko bestimmt. Dies umfasst u.a. Mikrobiologische Testverfahren um gesundheitsgefährdenden Bakterien zu bestimmen, Speicheltests ihrer Speichelfließrate und Pufferkapazität. Desweiteren werden spezielle Programme für die verschiedensten Patientengruppen angeboten:

  • Schwangerschaftsprophylaxe
  • Kinder-, Jugend- und Erwachsenenprophylaxe
  • Prophylaxe für Patienten mit Handy-Caps
  • Altersprophylaxe
  • Parodontits-Konzepte
  • Karies-Kur für hoch-karies-aktive Patienten

Durch eine speziell entwickelte Karies-Kur lassen sich die Erreger in ihrer Mundhöhle stark reduzieren und das Potential einer Neubesiedelung und ein Auslösen dieser Erkrankung reduzieren. Es ist wichtig bereits in der frühsten Kindheit ein solches Kariespotential zu erkennen, eine entsprechende Vorsorgemaßnahme einzuleiten und somit das Kind ein Leben lang kariesfrei und gesund aufwachsen können.

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Zahnarzt nach einer professionellen Zahnreinigung durch eine Dentalhygienikerin.